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Helene Gries-Danican (1874 – 1935) gilt heute als eine der besten deutschen Freilichtmalerinnen ihrer Zeit. Eine entstellende Gesichtsoperation zwang sie schon in frühester Jugend in eine Außenseiterrolle. Mehrsprachig aufgewachsen entschied sie sich als Frau gegen den Geist der Zeit für eine akademische Ausbildung ihres Talents zum zeichnen und malen. Ab 1895 studiert sie bei Professor Georg Burmester in Kiel Landschaftsmalerei, besucht die Kunstschule Kops in Dresden, um 1902 in Paris an der Académie Colarosse Anatomie und Aktzeichnen zu belegen. Sie ist befreundet mit der Bildhauerin Clara Westhoff, lernt aber auch die Künstlerkolonie Worpswede und seine Maler kennen. In Berlin vervollkommnet sie sich bei Dora Hitz in Akt und Portrait, um schließlich wieder zu ihrem Kieler Lehrer zurückzukehren. Bald stellen sich Ausstellungserfolge ein, sie verkauft zahlreiche Werke, ihre Bilder hängen neben Ölgemälden des schon damals recht bekannten Emil Nolde. Ihre Malweise wird immer expressionistischer, die Farbe drängt sich vor das Sujet. Nach dem 1. Weltkrieg ist es für sie schwierig, an frühere Höhenflüge anzuknüpfen. Als sie 1935 stirbt gerät sie schnell in Vergessenheit, auch wenn die Lexika sie weiter erwähnen. Das Buch in unserer Edition soll ihr herausragendes Werk wieder einer interessierten Öffentlichkeit zeigen.
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