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Wolfgang Karfunkel, jetzt 82 Jahre alt, ist mit seinem jüdischen Vater 1940 nach vergeblichen Versuchen in Holland, Frankreich, Belgien, Großbritannien und der Schweiz über die Sowjetunion nach China ausgewandert – mit einem gültigen deutschen Pass. Er gehörte also nicht der umfangreich dokumentierten jüdischen Gemeinde in Schanghai an, sondern lebte 12 Jahre in Zentralchina. Die Besonderheit seines schlichten Buches liegt in der Beschreibung des chinesischen Alltags zu dieser Zeit und den ausführlichen Schilderungen des Engagements der US-Armee für China und seine Bevölkerung im 2.Weltkrieg. Im Mittelpunkt des Buches stehen Geschichten um die Burma-Road.
Nachdem er vor den Kommunisten fliehen musste und nur knapp mit dem Leben davon kam, schuf er sich in Israel mit seiner chinesischen Frau eine neue Existenz. Er arbeitete an einer Technischen Hochschule und baute dort physikalische Modelle. Sein soziales Engagement ging so weit, dass er Kinder von Freunden, die gestorben waren oder zur See fuhren, aufnahm und groß zog.
Wolfgang Karfunkel ist außerordentlich rüstig für sein Alter. Typisch für ihn ist, dass er seine Manuskripte in drei Sprachen an seinem PC schreibt und eine umfangreiche internationale Korrespondenz über e-mail entwickelt hat. Er reist noch viel und segelt auf dem Mittelmeer. Er ist ein sehr aufrechter Mann ohne jeden Schnörkel, lebt bescheiden in einem eigenen Haus in Rehassim in der Nähe von Haifa.
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